Antenne Austria West - die Geschichte
Seit dem Sommer 1990 hatte auch Tirol seine eigene Antenne, die Antenne Austria West mit dem Sitz der Redaktion in Innsbruck, Sonnenburgstraße 9/1. In späterer Folge (1992) übersiedelte man in neue größere Bürorämlichkeiten in die Beethovenstraße 5 in Innsbruck-Saggen. Man begann auf der ehemaligen Radio-C Frequenz 88,85 MHz zu senden. Das Sendegebiet umfaßte zunächst nur den Großraum Innsbruck. Das Studio befand sich in Sterzing (Südtirol) in der Gansbacherstraße 19 und dem Sender (trotz gegenteiliger Meinung anderer HomePages nicht vom Hühnerspiel!) auf der Flatschspitze auf 2560m Seehöhe. Ab dem 3. Februar 1992 begann man mit der Ausstrahlung auf der 105,92 MHz (welche zuvor von Radio Brenner Südtirol bzw. Radio Edelweiß genutzt wurde); auch dieses Signal kam von der Flatschspitze. Damit konnte das Sendegebiet weit nach Norden ausgedeht werden; sogar Höreranrufe aus Müchen bestätigten dies. Die technische Reichweite wurde damals mit 320000 angegeben. Allerdings war der Empfang in Innsbruck im Vergleich zu den anderen Sendern (Radio Transalpin, Radio Tirol, Radio M1) eher schlecht. Man hatte (zumindest einige Zeit lang) auch noch folgende Frequenzen im Zuge der Übernahme von Radio Brenner Südtirol bespielt: 89,50 MHz (Sterzing/Roßkopf), 92,10 MHz (Brixen), 96,00 MHz (Bozen), 96,50 MHz (Bruneck) und die 105,92 (nochmals Innsbruck). Ebenso wurden die beliebten Moderatoren von Radio Brenner Südtirol Maria Schumann und Bernhard Fichter verpflichtet.
In aller letzter Sekunde wurde noch ein Abwenden des Konkurses der Antenne Austria West gestartet. Es gab Ambitionen und Gespräche, daß die Schröcksnadel-Gruppe (Sitour) Pläne hegt die Antenne Austria West aus der Konkursmaße herauszukaufen und weiter zu betreiben. Die Verhandlungen waren bereits weit gediegen - die Antenne-Mitarbeiter wurden z.B. schon zur Sitour-Weihnachtsfeier eingeladen. Zur Finalisierung des Deals kam sogar KR Dr. Reinhard Westermayr persönlich nach Innsbruck zum Treffen mit Hrn. Schröcksnadel. Dieses letzte Gespräch - der Inhalt ist uns leider nicht bekannt - führte im Ergebnis leider dazu, daß das Übernahme- bzw. Beteiligungsangebot zurückgezogen wurde. Das trotz bereits überwiesener Geldbeträge an Hrn. KR Westermayr, um das Interesse zu untermauern. Leider blieb danach nur mehr der Gang zu Gericht um den Konkurs der Antenne Austria West anzumelden.
Der Sendebetrieb wurde auch im Februar 1993 eingestellt.
Heute ist auf der Frequenz 88,85 MHz Radio Dolomiti aus Trient zu hören. Das Sendesignal kommt weiterhin von der Flatschspitze mit 300W. Auf der 105,9 MHz ist heute Radio Freirad Innsbruck zu hören; allerdings steht der Sender dafür am Schlotthof in der Nähe der Planötzenhofstraße und sendet mit 617W.